Sunday, 25. september 2011 7 25 /09 /Sept. /2011 21:02

4,5 Jahre auf dem Siegener Uniberg und, mit Unterbrechungen, 19 Jahre insgesamt in Siegen (man, was bin ich alt geworden..) gehen für mich nun zu Ende: Letzte Woche bin ich nach Düsseldorf gezogen, wo ich meine erste "richtige" Arbeitsstelle angenommen habe. Ein schöner Anlass, um diese Seite nochmal zu reaktivieren und diesen Schritt ein wenig zu "reflektieren".

 

Aus den Einfamilienhäuschen der grünen Siegerländer Hügel werden nun also eher graue Großstadtfassaden im Flachland, aus der Nachbarschaft zur eher bescheidenen Sieg der stolze Rhein.

 

Ich freue mich auf die neue Zeit und werde versuchen, die Möglichkeiten und Angebote, die eine größere Stadt wie Düsseldorf bietet zu nutzen und zu genießen. Gleichzeitig werde ich Siegen natürlich vermissen. Abgesehen von den objektiven Vorteilen die Siegen und andere Städte dieser Größe durchaus auch gegenüber dem sicherlich sehr lebenswerten Düsseldorf haben (mehr Sicherheit, schönere Natur, faire Preise und Mieten, schnelle Erreichbarkeit aller Angebote bei gleichzeitig ordentlicher Auswahl in den meisten Bereichen, das schöne zufällige Treffen von Freunden und Bekannten usw.) - die lässt man ja gerne mal unter den Tisch fallen, weil heute irgendwie nur große Städte "cool" sein dürfen - ist es nunmal meine Heimat. Vor allem die Leute werde ich natürlich vermissen.

Allerdings bin ich überzeugt davon, dass der Abschluss meines Studiums der beste Zeitpunkt ist, nochmal woanders hinzugehen. Ich habe in Siegen eine sehr schöne Studienzeit gehabt. Viel erlebt, viele nette Leute kennen gelernt, gleichzeitig das Studium vernünftig zu Ende gebracht. (1 vorm Komma, yeah ;) ) In der letzten Zeit kam aber so langsam das Gefühl auf, dass die besten Zeiten nach und nach vorbei sind...viele Kontakte sind nicht mehr so intensiv, viele Unternehmungen eher routiniert, nicht mehr so spannend wie am Anfang des Studiums. Es war eine gute Zeit -  die nun nach 5 Jahren aber wohl mehr oder weniger automatisch ausläuft. Sehr schade, aber das ist wohl der Lauf der Dinge...aus fröhlichen Studenten werden eher karriereorientierte Akademiker, aus kultigen Abenden etc. immernoch schöne, aber recht "routinierte" und nicht mehr spontane Treffen. Ist wohl normal.

Ein schöner Nebeneffekt ist, dass ich diese merkwürdige Antihaltung, die manche Siegener, vor allem aber einige auswärtige Studenten gegenüber Siegen und Region mal mehr und mal weniger intensiv gepflegt haben und immernoch pflegen jetzt erstmal nicht mehr mitbekommen muss. Klassiker? Nach einem schönen Tag, an dem man viel gelobt und einfach eine gute Zeit gehabt hat trotzdem einen Spruch wie "Siegen ist ja sowieso schlimm" raushauen. Nach 7 Tagen Sonnenschein am ersten Tag mit schlechterem Wetter genervt zum Himmel schauen und ein frustrierters "Siegen!" hervorstöhnen. Am Anfang des Studiums nur in der eigenen Bude sitzen und sich über nichts zu informieren und dann zu meckern, dass nichts los sei. Egal ob vom Theaterfestival über die nächtliche Stadtführung bis zu House-Parties tatsächlich viel los ist. Leute, das war oft richtig dumm und richtig nervig. Kümmert mich jetzt nicht mehr...ich werde nur versuchen, in Düsseldorf nicht so drauf zu sein, sondern positiv an alles in der neuen Umgebung heranzugehen. Auch wenn ich neben vielen guten Dingen schon viel "meckernswertes" in meiner neuen Nachbarschaft entdeckt habe - positiv rangehen und die Zeit genießen, statt sich selbst das Leben durch so eine Haltung zu erschweren, das ist die Devise. 

 

Zu dieser abnehmenden Begeisterung über das alte Studentenleben kommt, dass so ein Schritt wenn man "jung und ungebunden" ist, natürlich noch deutlich leichter fällt als vielleicht in 20 Jahren..es fühlt sich gar nicht als "große Sache an". 

 

Und ganz nebenbei: Der Job ist natürlich auch noch da. ;) Klasse, gleich nach dem Studium den Übergang in eine interessante Arbeitsstelle zu finden.

 

Insgesamt ist der Umzug nach Düsseldorf als der logische nächste Schritt für mich ...auch wenn die Parkplatzsuche hier unfassbar nervt..;)

 

Am Wochenende sieht man sich natürlich immer mal wieder in Siegen, vielleicht auch mal bei besonderen Terminen unter der Woche..ist ja echt nicht so weit weg. 

 

Ich könnte noch sehr viel mehr schreiben, möchte aber jetzt erstmal Schluss machen...ich habe das wlan dieses Cafés nun schon lange genug beansprucht...vielleicht nutze ich diesen Blog um weiter zu berichten wie es mir hier in Düsseldorf so ergeht. Die erste Woche mit Umzug und den ersten Arbeitstagen war schonmal recht gut.

 

Läuft.

von moikimoik - veröffentlicht in: Geschichten des Lebens - Community: Alltagswahnsinn
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Saturday, 7. may 2011 6 07 /05 /Mai /2011 05:16

Lange war ich blog-technisch untaetig, aus den letzten Wochen gibts aber wieder einiges von mir zu lesen. Ich bin durch Costa Rica gereist und habe ein eigenes "Resietagebuch" dazu erstellt.

 

Zu finden unter http://moik-si.blog.com.es/

von moikimoik - veröffentlicht in: Geschichten des Lebens
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Sunday, 9. january 2011 7 09 /01 /Jan. /2011 03:04

....und andere Helden der Arbeit in dieser schönen Republik:

Wieviel ist minus 5 plus 3?? Natürlich ein rieeesen Wirtschaftsboom, nur verursacht durch die "mittelstandsfreundliche" Politik der FDP.

 

Sooo blöd ist das deutsche Volk nun auch wieder nicht. Nach dem Motto "Lasst euch nicht verarschen" beweisen die aktuellen Umfragen doch einen gewissen Realitätssinn, den einige Politiker wohl nicht mehr so haben ....4% ist doch ganz gemütlich, oder? 

von moikimoik - veröffentlicht in: Resterampe
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Friday, 24. september 2010 5 24 /09 /Sept. /2010 21:43

Als vor einiger Zeit die erste Welle der Twitter-Euphorie über uns kam war ich sehr skeptisch. Der Sinn des Ganzen erschloss sich mir nicht so recht, speziell weil viele der "Erstuser" wohl alle 2 Minuten über Nebensächlichkeiten wie "Mach mir jetzt nen Kaffee" berichteten. So jedenfalls damals die Darstellung in den Medien.

 

Mittlerweile sehe ich das anders. Viele bedeutende Persönlichkeiten, Verbände und Einrichtungen usw. sind nun dort vertreten. Man kann also Informationen aus erster Hand bekommen, ohne Umwege, in Sekundenschnelle, das macht einfach Spaß. 

Viele nicht-Bekannte, aber sehr intelligente oder witzige Leute twittern über weit mehr als nur ihren Morgenkaffee und haben es verdient, dass man hin und wieder "zuhört". Sich mit anderen Meinungen zu befassen und auf Dinge hinweisen zu lassen, die sonst nicht so im Fokus stehen ist schließlich auch Bildung. 

Unsere traditionellen Medien haben ja in den letzten Tagen wieder eindrucksvoll bewiesen, dass man sich seine Informationen nicht nur über sie holen sollte. Sarrazin, Steinbach und Co. haben die Medien einvernehmlich beherrscht: Dass unsere Regierung (in Geheimverträgen direkt von den entsprechenden Großkonzernen diktiert) Atomreaktoren weiter laufen lässt, die bewiesenermaßen ein großes Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung darstellen (mal Isar 1 googlen!) war dagegen scheinbar nicht so wichtig, wie das Gebrabbel dieser Herrschaften. Nur ein Beispiel unter vielen, dass man trotz recht ausgeprägter Medienvielfalt in Deutschland oft mit eher unwichtigen Meldungen berieselt wird und Vieles nur durch einen Filter mitbekommt.

Das ist bei Twitter (natürlich nur für ganz kurze "Meldungen") anders...man erinnere sich nur an die (im Nachhinein natürlich tragischen) Warnungen per Twitter vom überfüllten Love-Parade Gelände.

 

Zur Kommunikation im Freundeskreis ist es sicherlich auch nicht schlecht; wenn einige Leute das System mitbenutzen kann man sich vielleicht irgendwann das ewige "Bist du heut in Siegen?"- o.ä. Fragen  sparen. ;) 

Die Möglichkeit, Portale wie studivz oder facebook darüber zu verbinden ist natürlich auch reizvoll. Man muss sich nur bewusst sein, dass über Twitter dann jeder mitlesen kann...

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass unsere Generation bei der Nutzung dieser neuen Medien im Moment eher wieder zurückfährt...jedenfalls verglichen mit den 17-18-jährigen die zb facebook ganz selbstverständlich und deutlich effektiver nutzen als wir...na gut, die haben ja auch mehr Zeit ;). Aber dennoch: Wir sollten´s vielleicht nicht ganz vernachlässigen, es ist doch interessant, sich auch in größeren Gruppen und über räumliche Grenzen hinweg auszutauschen...ich bin gespannt, wie sich das in Zukunft entwickelt.

 

Wer möchte kann nun jedenfalls meine Tweets unter "moiktwit" finden. Ich würde mich über ein paar Follower (gibts dafür auch ein deutsches Wort?) freuen. Ob ich das Ganze super regelmäßig nutzen werde bleibt aber abzuwarten. ;)

www.twitter.com

 

 

von moikimoik - veröffentlicht in: Resterampe - Community: Alltagswahnsinn
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Monday, 14. june 2010 1 14 /06 /Juni /2010 20:25

Spätestens seit der WM 2006 ist es in Deutschland gesellschaftliches Pflichtprogramm: Public Viewing bei wichtigen Fußballturnieren. Dass es auch bei dieser in Deutschland eigentlich völkerverbindenden "Tradition" regionale Unterschiede gibt mag verwundern. Aber zumindest die Bayern wären keine Bayern, wenn Sie nicht auch beim Public Viewing ihre Biergartentradition pflegen würden. Bierbänke auf dem gesamten Rathausplatz, lecker Essen, recht locker-gemütliche Stimmung...und wer nach einer Halben (= 0,5l, das "kleine" Bier) fragt, bekommt die Antwort: "A Mass hoamma." (= 1 Liter, für alle Preußn)

Hat auch was, muss ich zugeben, zumindest verdurstet man nicht.

Dass dann beim einzig nennenswerten Public Viewing in einer 120.000 Einwohner Stadt eben nur gut 500 Leute auf den Platz kommen ist dann wurscht, dafür haben´s die die´s drauf schaffen eben schön gemütlich.

 

Ich hoffe jedenfalls noch auf ein paar schöne Tage, um das echte bayerische Public Viewing nochmal bei Sonnenschein erleben zu dürfen...muss man eben 3 Stunden vor Spielbeginn kommen um einen der begehrten Plätze zu ergattern. ;)

 

http://www.thepicture.de/pictures/events/sonntag-13-06-2010-public-viewing-rathausplatz-ingolstadt/thepicture008-155299-html.html

 

Zum Vergleich die westfälische bzw. Siegerländer Version: Irgendwie nicht so gemütlich wie das bayerische Rudelgucken, rumstehen mit kleinen Krombacher-Bechern in der Hand, dafür aber mit 6000 statt 500 Leuten doch deutlich großstädtischer und "demokratischer"...

 

http://siegen.virtualnights.com/picture/14323754#top

 

Engagierte DJs die vor und nach den Spielen versuchen den ganzen Tag nur mit Fußball-Hits zu überbrücken und viele Fußball-Event-Fans, das verbindet dann die beiden Völkchen wieder..speziell manche Damen wissen nicht immer so genau, wer da eigentlich grad so auf dem Platz (bzw auf der Leinwand) steht.   

 

Aber wenns Spaß macht... :)

 

 

p.s. Hat jemand Fotos vom in Siegen obligatorischen Auto-Korso-Stau nach dem Deutschen Sieg?

 

p.s.2: Mir ist bewusst, dass Ingolstadt nicht ganz Bayern repräsentiert, aber diese Eindrücke passen schon sehr gut in meine bisherigen Bayern-Erfahrungen die eigentlich fast immer mit Bierbänken und kulinarischen Genüssen zusammen hängen. ;)

 

 

Edit: Videos von den ersten Auto-Korsos in Siegen:

http://www.youtube.com/watch?v=SBJ063cDBUs

http://www.youtube.com/watch?v=ZjZixxsB824

So schön sinnfrei :)

von moikimoik - veröffentlicht in: Resterampe - Community: Fussball
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